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Hanf-Aktivisten.de

Archiv für die Kategorie „Pranger“

“Auf der Jagd nach Kiffern” Polizei beim Chiemsee Reggae Festival 2012

Bayerischer Substanzfaschismuss vergrault Chiemsee Reggae Festival Besucher

 

Erfahrungsbericht eines österreichischen Festival Besuchers:

Ich bin 38 Jahre alt und bin mit meinem gleichaltrigen besten Freund am 23.8.12 zum Chiemsee Reggae Summer gefahren. Schon Wochen vorher freuten wir uns auf ein gemĂĽtliches Festival, da es quasi der Jahresurlaub war und wir seit 20 Jahren groĂźe Reggae Fans sind. Mein Freund ist zwei facher Familien Vater und ich habe auch meine lange Haare Zeit hinter mir. Wir schauen also ĂĽberhaupt nicht wie die typischen Cannabis Konsumenten aus. Auch unser VW Kombi schaut nach Familie und nicht nach Hanf-Hippies aus. Und doch hat es zwei Polizisten als Verdachtsmoment gereicht. Unser Auto war halt so voll und es war damit leicht zu erkennen dass wir auch auf das Festival fahren! Gleich nach der Passkontrolle begannen sie auch schon mit dem filzen unserer Sachen. Am Körper wie auch im Auto. Leider hatte ich eine GrindermĂĽhle und ein leeres Mischungsschälchen dabei. Das reichte den Polizisten, die uns alles andere als nett dsc02251oder neutral behandelten, auch schon aus, um mir eine Anzeige zu schreiben. Mit dem Grund von THC “Anhaftungen” und mein Freund der Fahrer wurde zur Urin Probe aufgefordert. Er verweigerte diese worauf ein Streifenwagen mit Speicheltest angefordert wurde. Da das Wochenende recht verregnet war, standen wir die wenigen Sonnenstunden bei den zwei “netten” Polizisten und warteten. Der Speicheltest war leider positiv worauf mein Freund mit zur Blutprobe musste!

Als mein Kumpel von der Wache zurĂĽck kam, sagten wir uns, da er mit 12 Stunden fahr Verbot belegt worden war,(wo ich mir auch nicht sicher bin ob das rechtens ist) dass wir es uns nicht verderben lassen und trotzdem noch zum Chiemsee Reggae Festival fahren.

Es war ein Polizeiaufgebot wie ich es noch nie gesehen habe. In Reisebussen der Polizei kamen die Hundertschaften daher. Als wir uns bei Mc Doof in der Nähe einen Kaffee holten kamen vier Bullen Büschen mit lauter Zivilen an. Die waren alle der maßen auf Reggae getrimmt, dass es mir jetzt noch die Haare im Nacken aufstellt! Auf dem Fest selbst war es fast nicht möglich einen zu rauchen. Wir mussten uns im Zelt verstecken! dsc02249Ich traf ein völlig aufgelöstes Mädchen, welches mir erzählte, dass sie mit zwei Freundinnen im Zelt-Gelände saßen, als sie ein Kerl mit Rastas lustig mit der Wasserpistole angespritzt hat. Sie haben sich nett unterhalten und als sie anfangen wollten einen Joint zu bauen, kam der Polizeiausweis zu Vorschein. Ihre Freundinnen waren danach Heim gefahren und alle drei hatten eine Anzeige wegen 1,2g Hanf bekommen. So ging es das ganze Wochenende weiter. Das Festival war schön aber ein wenig verregnet. Der Sound war super!

Am Montag haben wir nach der Schlammpartie alles eingepackt und wollten wieder Heim fahren.Wir haben extra etwas länger gewartet und sind dann mit vielen anderen Festivalbesuchern, eine von den zwei Wegen, Richtung Autobahn gefahren. Genau an dem Kreisverkehr vor dem Mc Doof standen dann unsere zwei “Bekannte” vom Freitag Morgen und holten uns natĂĽrlich wieder raus. Wir wurden von ihnen schon Namentlich begrĂĽĂźt und der Fahrer sofort zum Urintest aufgefordert.dsc022691 Sie verspotteten uns und mein Kollege sollte direkt an der StraĂźe pinkeln. Als er sagte, dass er es nicht könne, wurden blöde Witze gerissen und er musste wieder mit auf die Wache. So wartete ich wieder 4 Stunden auf ihn bis er zurĂĽck war. Da waren es auf einmal drei Stunden die er jetzt nicht fahren dĂĽrfe! So warteten wir noch den Nachmittag ab und fuhren endlich Heim.

Ich habe mich noch nie so gefreut wieder in Tirol zu sein! Jetzt warten wir auf die Anzeigen. So hat das Festival mehr als nur nen faden Nachgeschmack. Obwohl es ein schönes Reggae Fest ist, werden wir nie wieder hin fahren. Und ich würde es auch keinem Empfehlen. Tut mir echt sehr leid das in Bayern immer noch tiefstes Mittelalter herrscht und die Polizei meint, dass sie sich alles erlauben kann! Soviel dazu. Danke für die Aufmerksamkeit! Zusammen sind wir stark & Legalize it now!

Grüne Grüsse aus dem schönen Tirol,

 

euer Martin

 

Interessanter Artikel von der dunkelen seite des Gesetzes:

link zur seite der Polizei… Chiemsee-Reggae-Summer 2012 – Polizei gut gerĂĽstet:

 http://www.polizei.bayern.de/news/presse/aktuell/index.html/162632

H.-A. Artikel:

Cannabis – Die Lage der Nation

In den letzten Jahren hat sich in Deutschland, was Cannabis angeht, die politische Stimmung scheinbar gewandelt. Die Beschlusslage der Parteien Die Grünen und Die Linke war zwar eindeutig Pro-Legalisierung, aber nur wenige Vertreter dieser Parteien waren bereit, sich an diesem medial gefährlichen Thema den Mund zu verbrennen.
Gleichzeitig betrachteten die meisten Cannabiskonsumenten es als völlig aussichtslos, in diesem Bereich politisch aktiv zu werden.

Das Hanf-Zeitalter

Durch die medial stark beachteten Entwicklungen in Kalifornien und den USA; sowie durch die Verfügbarkeit von legalen medizinischen Patienten in Deutschland, die den Medien Interviews und Berichte anbieten können, hat sich ein gewisser Stimmungswandel eingestellt.

Mit der Entstehung der Piratenpartei, und dem großen Erfolg in Berlin, ist ein grundsätzlicher Umschwung unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen, hin zu einem stärkeren politischen Engagement zu spüren. Und das wirkt sich auch ganz deutlich auf die Entwicklungen im Bereich Cannabis aus.

piratenpartei_logoDie Piraten haben das Feld Drogenlegalisierung sehr erfolgreich besetzt, und die daraus resultierenden Debatten stetig ausgefochten. Ihr Erfolg in diesem Bereich findet Europa- und weltweite Beachtung. Scheinbar wollen auch die Piraten im Saarland das Thema aggressiv besetzen. Sollte es bei den Neuwahlen im März zu einem Knacken der 5 % Hürde im Saarland kommen, dürfte dies noch mehr Leute motivieren, sich aktiv für eine Legalisierung einzusetzen.

Auch die Linkspartei, in der sich ja seit langem ein groĂźer FlĂĽgel fĂĽr die Legalisierung einsetzt, steht mittlerweile stabil und zunehmend selbstbewuĂźt an unserer Seite.

154933_175341869152044_100000286976270_555589_8079491_nWährenddessen realisieren die Grünen ganz verdutzt, dass eine Renate
“Kiffen ist schlimmer als Alkohol” KĂĽnast, in Berlin keine Wahlen gewinnt. Die GrĂĽne Jugend heizt ihrer ParteifĂĽhrung ordentlich ein, und die Spitzenpolitiker mĂĽssen sich fragen lassen, was sie denn gegen gutes GrĂĽnes haben.

Die Politiker in der SPD erkennen, dass ihnen die Jugend davonläuft, wenn sie weiterhin auf knallharte Prohibition setzen. In Rheinland Pfalz wurde die geringe Menge von 6 auf 10 Gramm erhöht, auch in NRW gab es eine Erhöhung. Der Druck ist also spürbar.

Das Auftauchen der Piraten wird die deutsche Politiklandschaft genauso umwirbeln, wie das Auftauchen der Linkspartei damals.
Nur dass es in eine neue, junge, kreative Richtung geht. Durch die vermehrte politische Kommunikation im Internet, können auch Menschen sich beteiligen die früher ausgeschlossen waren. Dazu zählen auch öffentlichkeitsscheue Cannabiskonsumenten.
Wohin diese Entwicklung genau führt ist offen. aber wir müssen diese Möglichkeiten nutzen, um durch massiven Druck unsere Meinung herauszubringen. Wir müssen uns Gehör verschaffen. Im Internet, in den Famillien, auf den Straßen, und in den Parteien.

Let´s push things forward!

 

Euer Marc (Hanf-Initiative Frankfurt am Main)

 

Neue H.-A. Artikel:

Merkel ĂĽber Cannabis

Frau Dr. Merkel verharmlost Tabak- und Alkoholsucht und verteufelt Cannabis.

Mit veralteten und wissenschaftlich widerlegten Fakten versucht die Kanzlerin erneut die Interessen der Pharma-Industrie ( welche diese Produkte in Deutschland legal verkauft) und der Tabaklobby zu waren.

Neue H.-A. Artikel:

Die letzte Drogenkriegerin in der Global Commission on Drug Policy

Am 28.6. wurde im Swr2-Forum über “Abrüstung im Drogenkrieg” diskutiert. Anwesend waren Frau Caspers-Merk (SPD), Mitglied der “Global Commission on Drug Policy”, Tom Koenigs (Grüne) und Dr. Thomasius, Leiter des deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kinder- und Jugendalters in Hamburg.

Frau Caspers-Merk hat sich in der Diskussion alles andere als vorteilhaft dargestellt. Ganz offenbar hat sie Grundlegende Mechanismen des internationalen Drogenmarkts nicht verstanden und ist auch nach ihrer Mitarbeit in der Kommission nicht in der Lage, sich von einigen fundamentalistischen Positionen des Drogenkriegs zu lösen.

Nach wenigen Minuten stellt Frau Caspers-Merk klar, dass sie die Gleichsetzung von Entkriminalisierung&Legalisierung ärgere. Die Kommission setze sich für die Behandlung Kranker ein, statt zu sagen “Drogen nehmen ist wunderbar und easy – das kannst du ganz legal tun”. Bei diesem Satz ärgert sich der informierte Hörer. Denn auch Legalisierung bedeutet nicht, die Menschen zum Konsum aufzufordern. Legalisierung bedeutet, einen ohnehin existenten Markt, der ohne jede Kontrolle ist, in ein kontrolliertes System zu bringen.

Die Kommission fordert ipn ihrem Bericht dazu auf, Staaten zu Versuchen mit der “legalen Regulierung von Drogen (z.B. mit Cannabis)” zu ermutigen. Weiter heiĂźt es: “Dies ist eine politische Option, die ebenso getestet werden sollte wie jede andere.” Nicht so Frau Caspers-Merk. In ihren Augen ist der Glaube an eine Lösung der Probleme durch Legalisierung “naiv”. Sie könne sich nicht vorstellen, dass “diese Staaten” in der Lage seien, eine kontrollierte Herstellung&Verteilung von Drogen zu gewährleisten. Stattdessen solle man in Behandlung, Prävention und Bildung investieren. Naiv ist allerdings auch der Glaube, die Kartelle mit Schulprogrammen zu besiegen, während man ihre Haupteinnahmequellen unangetastet lässt. Erhellend war der Hinweis Koenigs’ auf den Medikamentenmarkt in ebensolchen Staaten. Denn auch Mexiko ist hier in der Lage, kontrollierten Handel&Herstellung sicherzustellen – und was sind Drogen anderes als derzeit illegale Medikamente?

EndgĂĽltigt zur Drogenkriegerin mutiert Frau Caspers-Merk, als sie herausplatzt mit “Niemand will auf Repression verzichten!” Zwar hat die Kommission festgestellt, dass der Krieg gegen – also die Prohibition und Repression von – Drogen gescheitert ist. Nicht nur zwischen den Zeilen ist herauszulesen, dass eine andere, tatsächlich regulierte und nicht nur illegalisierte Form des Drogenmarktes etabliert werden muss. Das deutsche Sprachrohr der Kommission allerdings arbeitet – abgesehen von Allgemeinplätzen wie “Keine Junkies in den Knast, mehr Geld fĂĽr Prävention” – daran, eben diese Erkenntnisse zu untergraben.

Dazu passt ihre bahnbrechende Feststellung, dass “wir […] vor allen Dingen bei Jugendlichen ein jugendliches Probierverhalten [haben]” um für den Fall einer Legalisierung eine Art “Taschengeldschwarzmarkt” heraufzubeschwören und dies mit der Dualität von legaler Prostitution und illegaler Zwangsprostitution zu vergleichen.

Frau Caspers-Merk hat anschaulich bewiesen, wie die Ergebnisse der Kommission kleingeredet und verfälscht werden können. Mit leidenschaftlicher Ignoranz missachtet sie den Zusammenhang zwischen westlichem Drogenkonsum und mächtigen Kartellen in den Produktions- und Transitländern unserer Drogen. Genauso verschließt sie die Augen vor der alltäglichen Repression, den Gefängnisstrafen und Krankheit/Tod durch Streckmittel, Verwahrlosung etc, denen Drogenkonsumenten auch in Europa ausgesetzt sind. Die Kommission wollte gerade diese Ignoranz und Missachtung des vom Drogenrkriegs erzeugten Leids beenden – nur hat sie in ihren Reihen offenbar eine V-Frau der Drogenkrieger.

 

 

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“Warum Hanf und Hanfparaden?”

Seit 40 Jahren kämpfen die Menschen

um ein kleines Recht

Von Conny Mahony

Ich bin jetzt 26 und rauche seit 14 Jahren. Ich bin schon sehr frĂĽh damit in Kontakt gekommen, man wird fertig gemacht und abgestempelt. Ich war ein Jahr mit Rucksack unterwegs und hab einiges gesehen.

Ich bin mit 18 Jahren das erste Mal in Holland gewesen und habe festgestellt, dass die Menschen dort viel ruhiger sind und die Kriminalitätsrate ist ja nicht gerade hoch dort. Danach erfuhr ich dort in einem Coffeshop von der Hanfparade in Berlin und dachte mir – Das muss ich mir mal anschauen.

Ich interessiere mich sehr für Hanf und seinem Nutzen. Es gibt ja sehr viele Sachen was man mit Hanf machen kann, außer rauchen. Gegen viele Krankheiten hilft es. Ich habe einen Tumor in der Zunge. Habe das erfahren und hatte immer Schmerzen. Seit ich wieder angefangen habe zu rauchen, wächst er nicht mehr und habe kaum Schmerzen.
Heute ist das Rauchen für mich wie für andere ihre Kippen oder ihr Morgenkaffee. Ich bekomme mein Leben eigentlich ganz gut hin. Wohne in einem kleinen Haus am Dorf, weil ich finde, dass in der ländlichen Gegend die Leute etwas mehr Toleranz haben. Lauf doch mal in der Stadt mit nem Joint, da hast du doch gleich Ärger. Aber mit ner Flasche Vodka fragt dich die Hälfte „Darf ich mal“.

Um zurĂĽck zu kommen bin ich dann Richtung Berlin. Es war 2001. Ich war sehr aufgeregt auf die Veranstaltung, was es da wohl so gibt. Das Motto damals war ” Kein Krieg gegen Pflanzen”. Da waren da die Sofa Surfer und viele mehr. Es war sehr sehr ansprechend und sogar die Kritiker damals mussten zugeben, war nicht schlecht.

Seit dem Tag an kämpfe ich wo ich kann und versuche zu helfen, dass wir ab und an mal in Ruhe gelassen werden. Wenn wir uns mal in einer kleinen Gruppe an den See setzen, um bisschen zu kiffen, dass es nicht gleich wieder Ärger, Strafen und Polizei gibt. Ich war mit einer Freundin mal am Kanal ein rauchen. Ich war sofort 72 Stunden eingesperrt, nur weil ich nicht sagen wollte woher es kommt???

Ich will euch sagen: Habt keine Angst, steht auf und kämpft für euer Leben, euer Recht. Wir sagen ihnen doch auch nicht, was für Koks sie nehmen sollen!

Wenn wir doch die Frau Dyckmans einmal persönlich sprechen dürften, um ihr zu sagen, dass wir nichts Schlimmes tun. Und wenn sie ansprechen, dass es nicht gesund ist, dann schauen wir doch mal jetzt ist ein Mensch an einem Gemüse gestorben. Warum? Weil die Leute unachtsam waren oder nicht besser aufgepasst haben? Wir wissen doch alle, dass egal in welchem Beruf es min. einen Kiffer gibt. Ob Anwalt, Richter, Staatsanwalt oder sogar die Polizei!


..

Ich finde, man sollte nicht Autofahren, wenn man sich dazu nicht in Stande fĂĽhlt. Nur vergessen wir eines – Dass wenn man ein starker Konsument ist, die Wirkung nicht mehr so ist, wie man Sie erzählt „nichts mehr checken“ oder „faul sein“ – Nein, so ist das nicht. Ganz im Gegenteil der Alkohol.
“Egal wie lange ob 10 Jahre oder 20 Jahre oder ein leben lang besoffen und besinnungslos wird man immer!”

Meine eigene Erfahrung ist aber, dass ich nach 14 Jahren rauchen nicht mehr wie vor 10 Jahren in der Ecke liege und nichts mehr verstehe. Nein, Ich habe mein leben eigentlich ganz gut im griff und kann behaupten ich habe schon etwas erreicht in meinem leben und es geht nur bergauf und nicht bergab wie die meisten leute denken wĂĽrden!

Ich sage euch einfach: Akzeptiert jeden Menschen, egal ob er kifft, trinkt oder sonst’was macht. Nur mit Toleranz kommt man weiter. Wir tolerieren doch auch die Steuererhöhung die Tabaksteuer , Hundesteuer, egal um was es geht, wir stellen uns auch nicht so dagegen und wir fordern nur ein bisschen mehr Freiheit in unserem Leben und Handeln!

Hanfige GrĂĽĂźe,

Eure Conny Mahony

 

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