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Hanf-Aktivisten.de

Archiv für die Kategorie „Pranger“

Grün vor Heuchelei

 

Grüne Stimmen, Grüne Lügen

 

Die Grünen befinden sich derzeit auf einer nie dagewesenen Erfolgswelle, gar an der Schwelle zur Volkspartei – auf Augenhöhe mit der SPD ist man schon mal.

Die starken Wahlergebnisse der Grünen sind auch Folge ihrer Forderungen in Sachen Drogenpolitik. Ebenso wie in der Energie-Politik scheint die Grüne Partei in diesem Gebiet progressiver, undogmatischer und freier von Lobbyeinflüssen als manch andere große Partei. Die freiheitlichen, auf Prävention, Schadensminimierung und Entkriminalisierung begründeten Forderungen passen in das öffentliche Profil der Partei.

Die jüngsten Erfolge der Grünen gehen also auch auf Wähler zurück, die die Grünen wegen ihrer drogenpolitischen Forderungen gewählt haben. Diese Wähler müssen ein weiteres mal damit leben, ihre Stimme in die Recycling-Tonne geworfen zu haben.

Die Grünen haben ihr Wort fast immer gebrochen, wenn es um Drogenpolitik ging. Denn wenn man sich ansieht, was die Grünen in diesem Bereich bisher erreicht haben, kann man nur sagen: wenig bis nichts.

Argumente gegen diese Ansicht wären z.B. Die “Geringe Menge” bei Cannabisbesitz (in manchen Bundesländern gibt es auch bei anderen Drogen “Geringe Mengen”, in der Regel 1g für Drogen wie Heroin, Kokain, Amphetamine), Spritzentausch und Diamorphinsubstitution.

Die derzeitige Situation für “Drogenkonsumenten” ist nach wie vor untragbar. Verfahren können wegen einer “Geringen Menge” eingestellt werden, diese Entscheidung wird jedoch mehr oder weniger willkürlich von Staatsanwälten und Richtern getroffen, Rechtssicherheit gibt es nicht. Die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung betriebene Seite drugcom.de listet dementsprechend auch vor allem Gründe auf, aus denen ein Verfahren trotz “Geringer Menge” zum Abschluss kommen kann.

Spritzentausch bewahrt zwar im besten Fall vor HIV/Aids, nicht aber vor sozialer Verwahrlosung, Streckmitteln, Obdachlosigkeit und Beschaffungskriminalität/Prostitution. Das Diarmorphin-Programm ist eine Exclusiv-Einrichtung für Deutschlands älteste Abhängige, dass die Substiuierten zudem in anderen Freiheiten einschränkt (Stichwort Ortgebundene Abgabe). Darüber hinaus ist nach Kenntnisstand des Autors seit Inkraftreten des Gesetzes – von den während des vorausgegangenen Modellprojektes teilnehmenden Kliniken/Ambulanzen abgesehen – keine weitere “Diamorphin-Stelle” hinzugekommen. Zu allem Überdruss lässt sich über den Grünen Anteil an diesen “Erfolgen” streiten.

Die Grünen trugen 1998 das Hanfsamenverbot mit, schafften in 7 Jahren Regierungsbeteiligung keine einzige spürbare Erleichterung für Cannabiskonsumenten und übte sich in oppsitioneller Symbolpolitik, dokumentiert z.B. hier:

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Aber Hey! Heute haben die Grünen zweistellige Wahlergebnisse, stellen erstmals einen Ministerpräsidenten – da werden die sich bestimmt bald durchsetzen!” mag manch einer denken, hat in Baden-Würtemberg offenbar manch einer gedacht.

Alles muss sich ändern – so ließe sich auch der Abschnitt über Drogenpolitik im Grünen Wahlprogramm für BaWü zusammenfassen. Dort wird vom Ziel des “verantwortungsvolle[n] Umgang[s] mit Suchtmitteln” gesprochen. Drogenmündigkeit solle gefördert werden, auf jegliche Kriminalisierung will man verzichten. Die Grünen behaupten, sie wollen in BaWü “unter Berücksichtigung des Jugendschutzes eine legale Abgabe durch öffentlich-rechtliche Stellen ermöglichen und in wissenschaftlich begleiteten Modellversuchen erproben” und die “Geringe Menge” auf Berliner Niveau anheben.

Diamorphinsubstitution wird auch abseits von Großstädten gefordert(auch im Gefängnis), sie sprechen sich für Drogenkonsumräume und Spritzentausch (auch und gerade im Gefängnis) aus.

Nach dem Grünen Wahlsieg wartete man gespannt auf den Koalitionsvertrag. Und – wie sollte es anders sein – musste man nach dessen Veröffentlichung feststellen, dass Grüne Drogenpolitik gleich Grüne Heuchelei ist.

Eigentlich hat es keine der Grünen Forderungen in diesen Vertrag geschafft. Im Abschnitt “Für eine fortschrittliche Drogenpolitik” ist kein Wort mehr vom Verzicht auf Kriminalisierung. Die Drogenpolitik werde von den “Vier Säulen” “Aufklärung und Prävention, Frühe Hilfen, wohnortnahe Behandlungsangebote und Überlebenshilfen” getragen, als Parole wird “Hilfe statt Strafe” ausgegeben. Tatsache ist jedoch, dass der Besitz jeglicher illegaler Drogen in BaWü nach wie vor strafbewährt ist, der Koalitionsvertrag sieht nicht vor, an diesem Status etwas zu ändern.

Diamorphin braucht man im Gefängnis auf einmal nicht mehr, da reicht Methadon. Mit der Forderung nach Diamorphin in JVA’s fällt auch gleich die Forderung nach Spritzentausch in JVA’s unter den Tisch.

Und Cannabis wird im gesamten, 85-Seiten starken Koalitionsvertrag kein einziges mal erwähnt.

Nicht ein Wort über zukünftige Cannabispolitik.

Die Grünen wollen auf die Forderung nach Drogenabstinenz verzichten und zu Drogenmündigkeit erziehen.

Die Grünen wollen die Gesundheitsversorgung von Heroinabhängigen verbessern.

Die Grünen wollen Cannabiskonsumenten entkriminalisieren.

Die Grünen wollen ein Modellprojekt zur legalen Abgabe von Cannabisprodukten an Erwachsene.

Die Grünen wollen den Weg zu einer rationalen, auf Prävention, Schadensminimierung und Hilfe basierenden Drogenpolitik gehen.

Das ist der Tenor der allgemeinen Grünen Bundespolitik, das waren die konkreten Wahlversprechen in Baden-Württemberg, das war offener Betrug am Wähler. Für Grüne Stimmen gab es einmal mehr Grüne Lügen.

Gar nicht so grüne Grüße,

Hendrik


PS: Wer mit der Grünen Drogenpolitik in BaWü unzufrieden ist, sollte sich hier beteiligen: http://hanfverband.de/index.php?option=com_content&view=article&id=1375

und interessiert sich vielleicht für diese Frage auf abgeordnetenwatch.de an Claudia Roth:

http://www.abgeordnetenwatch.de/claudia_roth-575-37903–f294810.html#q294810

Quellen:

http://www.drugcom.de/?uid=2fc4cb8f43629e8d55f5f0b7155bc210&id=check2l92

http://www.gruene-bw.de/fileadmin/gruenebw/dateien/Wahlen2011/Landtagswahlprogramm-web.pdf S.170ff

http://www.gruene-bw.de/fileadmin/gruenebw/dateien/Koalitionsvertrag-web.pdf S.49

http://www.gruene.de/einzelansicht/artikel/drogen.html

http://archiv.hanflobby.de/samenverbot/hb.html

http://www.videogold.de/die-drogenluege-rot-gruene-regierung-und-das-hanfsamen-verbot/

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_deutschen_Gesundheitsminister

http://www.artikel32.com/sonstige/1/die-geringe-menge.php

http://www.drogenbeauftragte.de/drogen-und-sucht/illegale-drogen/heroin-und-andere-drogen/substitution.html (Punkt “Diamorphingestützte Behandlung – Stand der Umsetzung”)

The Hempire strikes back

Während die BRD weiterhin den Götzen der repressionsgestützten Prohibition anbetet, erkennen weltweit immer mehr Staaten, dass die drogenpolitische Welt keine Scheibe ist.

Das die kalifornische Prop. 19 Ende vergangenen Jahres scheiterte, hat wohl selbst die größten Optimisten nicht wirklich aus den Schuhen gehauen. Doch nur knappe 4 Prozent an der Mehrheit zu scheitern, und das, obwohl sich in den „eigenen Reihen“ Opposition gegen die Gesetzinitiative entwickelte, ist als massiver Erfolg zu werten.

Außerdem ist der Besitz von bis zu einer Unze (ca. 28g) Cannabis für rekreative und sonstige Zwecke seit Oktober in Kalifornien keine Straftat, sondern eine – etwa dem Falschparken gleichzusetzende – Ordnungswidrigkeit, die mit bis zu 100 US-$ bestrafen werden kann.

In 22 Staaten der USA gibt es derzeit Medical-Marijuana-Programme. In manchen Staaten kommt dies dank entsprechend frei interpretierbaren Gesetzestexten einer fast-Legalisierung des rekreativen Gebrauchs gleich, gleichzeitig müssen Patienten, Gärtner und Verkäufer ständig fürchten, von der DEA und anderen Strafverfolgungsbehörden hochgenommen zu werden.

Portugal hat 2001 den Besitz jeglicher Drogen entkriminalisiert und damit eine Erfolgsgeschichte geschrieben, bei der Frau Merkel glatt das lesen verlernt.

Nach massiven Drogenproblemen in den Neunzigern entschloss sich die portugiesische Regierung zu diesem Schritt. Zwar kifft das junge Portugal im europäischen Vergleich relativ viel, doch war damals eine Heroinepedemie Auslöser für diesen Schritt. Seitdem ist der Konsum von harten Drogen massiv zurückgegangen. Das selbe Phänomen ist auch bei Cannabis zu beobachten.

( http://11k2.wordpress.com/2009/04/08/portugal-entkriminalisierung-von-drogen-senkt-deren-konsum/ )

In Spanien und Belgien breiten sich die „Cannabis Social Clubs“ immer weiter aus. CSC sind Zusammenschlüsse von Cannabiskonsumenten, die lieber gemeinsam für ihren Eigenanbau sorgen wollen, statt regelmäßig Geld in den Schwarzmarkt zu spülen. Um den Gefahren der Strafverfolgung zu entgehen, gehen diese Clubs offensiv auf die lokalen Behörden zu. Berichten von ihrem Plan, stellen Mitgliederregister zur Verfügung und beugen sich diversen Kontrollen – Vor allem über Menge und Abgabe des angebauten Cannabis. Dafür sehen die lokalen Behörden von einer Strafverfolgung ab.

( http://www.encod.org/info/Entwurf-zum-Projekt-Cannabis.html )

Die Ansätze der Niederländer und Tschechen sind wohl die Bekanntesten, um Mythenbildung vorzugreifen dennoch eine kurze Erklärung:

In keinem der beiden Staaten ist Cannabis, dessen Herstellung, Inverkehrbringen, Besitz etc. pp., Legal!

In den Niederlanden wird der Verkauf und Konsum von Marijuana und Haschisch jedoch toleriert, d.h. Von einer Strafverfolgung wird abgesehen, solange gewisse Vorgaben eingehalten werden. Verkauf nur an Volljährige, nicht mehr als 5g pro Tag&Person etc. Beim Anbau bis zu 5 Pflanzen wird von Strafverfolgung ebenfalls abgesehen. Die Lieferanten der Coffeeshops bewegen sich aber immer noch zu 100% auf dem Schwarzmarkt, der Coffeeshop-Besitzer macht sich in den Moment strafbar, in dem er selbst mehr als 5g kauft, wenngleich Shops einen „Vorrat“ bis zu 500g haben „dürfen“.

Die Situation in den Niederlanden ist also nicht nur recht kompliziert, sondern vor allem paradox. Von einem Ende der Cannabisprohibtion kann hier aber streng genommen nicht gesprochen werden.

Die tschechische Situation ist mit der portugiesischen vergleichbar. Einen regulierten (Verkaufs-)Markt wie in verschiedenen Ansätzen in den Niederlanden, 22 Staaten der USA oder Spanien gibt es nicht. Doch der Besitz jeglicher Drogen ist bis zu gewissen Mengen (Stichwort „Eigenbedarf“) ist entkriminalisiert. Ob z.B. Coca- oder Opiumpflanzen ebenfalls entkriminalisiert sind, entzieht sich der Kenntnis des Autors. Bei nicht mehr als 5 Hanfpflanzen muss der Tscheche allerdings keine Strafverfolgung fürchten.

Der beschriebene Status Quo in den verschiedenen exemplarischen Ländern ist das Ergebnis der letzten mehr als 20 Jahre oppositioneller Drogenpolitik. Allein die Tatsache, dass die Niederlande, in denen sich seit 30 Jahren (bis jetzt) nichts an der pragmatischen drogenpolitischen Haltung geändert hat, immer noch der Staat sind, dessen Drogenpolitik als am fortschrittlichsten zu bezeichnen ist, zeigt, wie viel zu tun bleibt.

Dennoch hat sich in den letzten 15 Jahren viel bewegt in der Drogen- und Cannabispolitik. Zu wenig davon ist heute in Gesetze gegossen, doch bröckeln überall die Mauern der Ignoranz.

Auch, wenn die Prop. 19 scheiterte, markiert sie einen weltweiten Punkt des Aufbruchs in unserer Bewegung. Immer mehr Stimmen erheben sich, als Masse von Bürgern ebenso wie durch Personen des öffentlichen Lebens und der Politik.

Der Erfolg der aktuellen Petition zur „Entkriminalisierung von Cannabis-Konsumenten“, mit online über 21.000 Mitzeichnern die 14. erfolgreichste Petition im Internet-Mitzeichnungsverfahren, ist vielen sicher noch im Gedächtnis. Die Mitzeichnungsfrist läuft übrigens noch, auf http://cannabispetition.de/ können Unterschriftenlisten heruntergeladen werden, die immer noch zu den bereits erfolgten Mitzeichnungen dazugerechnet werden!

Die ehemaligen Präsidenten Fernando Henrique Cardoso (Brasilien), Cesar Gaviria (Kolumbien), Ernesto Zedillo (Mexiko) und Ruth Dreifuss (Schweiz) haben sich vor kurzem in Genf getroffen, um die „Global Commission on drug policy“ zu gründen. Die ehemaligen südamerikanischen Präsidenten zeigen sich offenbar sehr interessiert an der schweizerischen Drogenpolitik, die Kommission setzt sich für eine weitgehende Entkriminalisierung ein, die Drogenpolitik in der Schweiz, Portugal und den Niederlanden solle als Vorbild dienen. Ziel sei letzten Endes, dass die Drogenpolitik der USA/UNO sich radikal ändere.

( http://www.chanvre-info.ch/info/de/Neue-Wege-in-der-internationalen.html / http://www.project-syndicate.org/commentary/fhcardoso2/German )


In der Schweiz sind darüber hinaus wissenschaftlich begleitete Pilotprojekte zur kontrollierten Cannabisabgabe geplant: http://www.chanvre-info.ch/info/de/Fur-eine-Cannabis-Abgabe.html

Auch in Kalifornien hat sich die Bewegung nur kurz geschüttelt und dann weiter gemacht. Dem Vernehmen nach soll es bereits im November 2011 die nächste Volksabstimmung geben, 2012 wird es auch in Colorado eine Abstimmung über die Hanflegalisierung zu rekreativen Zwecken für Volljährige (in den USA ab 21) geben. Immer mehr der Staaten, die bereits Medical Marijuana legalisiert haben, bewegen sich langsam Richtung Legalisierung des rekreativen Gebrauchs.

Zudem sind laut einer aktuellen Umfrage 58% der Amerikaner für eine Legalisierung, 21% definitiv dagegen – da wird einem die Hose eng.

( http://www.legalize2012.com / http://hanfverband.de/index.php/nachrichten/aktuelles/1429-usa-klare-mehrheit-fuer-legalisierung )

Aber das war noch lange nicht alles. Über die oben beschriebenen Entwicklungen kann und sollte man sich freuen, wenn es jedoch nur bei scheiternden Abstimmungen und Lippenbekenntnissen in Umfragen bliebe, müssten wir wohl weitere ein, zwei Jahrzehnte des beinahe-Stillstands hinnehmen.

Es scheint jedoch, als wolle ein amerikanischer Staat noch vor Kalifornien oder Colorado Nägel mit Köpfen machen: der Staat Washington. Hierbei sei kurz angemerkt: Gemeint ist nicht Washington, District of Columbia, an der Ostküste, sondern der Staat Washington mit Seattle als Hauptstadt, ganz oben im Nordwesten der USA .

Seit 1998 gibt es in Washington medizinisches Marijuana, seit 2003 ist die Verfolgung von „einfachem Besitz“ von Marijuana der untersten Prioritätsstufe der Polizei zuzurechnen.

Im Moment berät das Repräsentantenhaus in Seattle über die „House Bill 1550“, ein u.a. von der Republikanerin (!) Mary Lou Dickerson unterstützter Gesetzesvorschlag, der vorsieht, Marijuana zu legalisieren und über die amerikanischen „Liquor-Stores“, also den staatlich lizensierten Alkoholverkauf, zu vertreiben. Der Vorschlag sieht natürlich auch vor, dass es staatlich lizensierte Hanf-Bauern gibt, die ebenfalls die bereits bestehenden Betriebswege rund um die Liquor Stores nutzen sollen.

Besonders erwähnenswert ist es nicht nur, dass ein solcher Vorschlag aus einem Parlament heraus geäußert wird, sondern vor allem, dass er von republikanischer Seite unterstützt wird. Man stelle sich mal vor, ein Horst Seehofer würde sich für Hanfverkauf auf dem Oktoberfest einsetzen!

Am 8. Februar diesen Jahres gab es eine Anhörung im Repräsentantenhaus zur HB 1550 und es scheint derzeit durchaus möglich, dass sie angenommen wird. Das größte Problem ist im Moment offenbar die Angst vor der Konfrontation mit den Feds.

Sollte Washington die HB 1550 annehmen widerspräche das Staatsrecht Washingtons dem Gesetz des Staatenbundes USA. Die Gesetze der USA haben jedoch im Zweifelsfall Vorrang vor lokalen, staatlichen Gesetzen. Dieser Widerspruch von lokalen und föderalem Recht sorgt ja auch bei med. Marijuana immer wieder für Auseinandersetzungen zwischen DEA und den lokalen Patienten/Bürgern.

„Marijuana ist verfügbar, jetzt. Wenn dein Kind es nicht raucht, vielleicht, weil deine Erziehung funktioniert. Aber die Prohibtion hat nicht funktioniert. Vielleicht funktioniert sie in Nord Korea, aber in Amerika ist es das Streben nach Unmöglichen“ stellt ein Artikel der Seatlle Times sehr richtig fest.

http://seattletimes.nwsource.com/html/editorials/2014270472_edit20legal.html

http://www.tokeofthetown.com/2011/01/bill_to_legalize_adult_marijuana_use_reintroduced.php

Viel wurde bereits erreicht, wir schicken uns an, mehr zu erreichen! Nach langen Kämpfen gegen Windmühlen scheint der Welt nach und nach klar zu werden, was für ein Fehler die Idee der Prohibtion war.


Hanfige Grüße,

Euer Hendrik

Vom HanfAktivistenTeam

Neue H.-A. Magazin-Texte:

Der Pranger: Unglaubliche Story “aber wahr”

von: Hanky (der Name wurde von der Redaktion verändert)

Hey,

also ich habe folgende Story erlebt:

war gerade beim Einkaufen und hatte einen Bekannten mit einer nicht gerade geringen Menge in meinem 3er Golf auf der Rückbank sitzen. Plötzlich sah ich von weitem ein Polizeiauto mit Blaulicht und Stopschild an mich ranfahren. Ich fuhr auf einen Parkplatz und hielt dort an. Mein Bekannter flüchtete, während die Polizei neben mir anhielt (mit 3 Beamten im auto), aus meinem Dreitürer von der Rückbank ohne, dass die Polizei etwas davon bemerkt hätte. Ich konnte selbst nicht glauben, dass die Beamten ihn nicht gesehen haben.

dann ging es zu mir, allgemeine verkehrskontrolle, ich habe dummerweisee bei den reaktionstests eingewilligt, worauf für sie ein ausreichender verdacht auf cannabiskonsum bestand(war zu dem zeitpunkt nüchtern, hatte aber definitiv noch eine strafrechtlich relevante menge im blut). auf grund mehrfachen androhens eines bluttests willigte ich schließlich ein eine speichelprobe durchzuführen. die war natürlich

(wie auch sonst;)) positiv.

ich diskutierte noch ein wenig mit dem beamten, das ja doch ein strich erschienen wäre aber er lies sich nicht beeinflussen.

Ich war mir sicher, dass jetzt ein Bluttest folgen würde, jedoch gaben die Beamten mir eine Chance mich zu meinem letzten Konsum zu äusern um das weitere Vorgehen abzuwägen.

Ich versuchte noch einmal meine Haut zu retten und erfand eine Geschichte, bei der ich vor 4 Tagen den letzten Joint geraucht hätte, woraufhin ich aufgrund des erhöten Vorkommens von verunreinigtem Gras aufhörne wollte zu kiffen ;)


Der Beamte sagte mir, dass er mir das nicht glaube, dass ich heute morgen (kontrolle ca 18uhr, beamter hatte recht) cannabis konsumiert hätte, allerspätestens jedoch gestern abend.

Ich dachte, scheiße letzter Versuch auch noch verkackt. Doch dann passierte Erstaunliches: der Beamte sagte er glaube mir zwar nicht, aber ich sei offensichtlich im Moment in einem nüchternen Zustand. Da ich wisse wann ich wirklich zuletzt konsumiert hatte, empfahl er mir noch mein Auto stehn zu lassen und wünschte mir einen schönen abend. Ich war schwer erstaunt und packte stark euphorisiert meine Papiere ein und machte mich auf den Rückweg zu meinem Auto. Das war mein erstes positives Erlebnis mit einem unserer lieben grünen Freunde und Helfer ;) Hoffe das es allgemien mein letztes Erlebnis mit unseren Freunden von der Polizei war.

hanfige grüße

Euer Hanky

(der Name wurde von der Redaktion verändert)

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Deine Story!!!

Das Gästebuch/Meckerecke Der Pranger
Seite 1 LOBO LaCruze: Ist Frau Dyckmans nur gewissenlos, oder mutwillig Böse?
Seite 2 Marius: “Will ich nicht irgendwann in Ruhe leben?”
Seite 3 Hanky: Der Pranger: Unglaubliche Story aber wahr
Seite 4 schick uns deine story “mach mit”

Schreib uns über das Kontakt Formular eine Mail mit deiner Story! Und schon bald wird deine Story in unserem Blog veröffentlichen! Natürlich könnt ihr Namen und Orte ändern um Personen zu schützen. Just have fun !

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Neue H.-A. Magazin-Texte:

Dyckmans und BKA warnen vor “Legal Highs”, ENDLICH

Das Bundeskriminalamt (BKA) und die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans (FDP), haben vor Gesundheitsgefahren durch sogenannte Legal Highs gewarnt. Diese würden unter anderem als Badesalze, Lufterfrischer oder Kräutermischungen deklariert und als angeblich legale Alternative zu herkömmlichen illegalen Drogen angeboten, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Die harmlos wirkenden Produkte enthalten jedoch meist Betäubungsmittel oder ähnlich wirkende chemische Wirkstoffe, die auf den bunten Verpackungen nicht ausgewiesen werden. “Mit dem Konsum sind unkalkulierbare gesundheitliche Risiken verbunden”, erklärte Dyckmans.

BKA und Drogenbeauftragte warnen vor “Legal Highs”.  Dem BKA sind demnach inzwischen Fälle aus ganz Deutschland bekannt, in denen es nach dem Konsum von “Legal High”-Produkten zu teilweise schweren, mitunter lebensgefährlichen Vergiftungen kam. Die meist jugendlichen Konsumenten mussten mit Kreislaufversagen, Ohnmacht, Psychosen, Wahnvorstellungen, Muskelzerfall bis hin zu drohendem Nierenversagen in Krankenhäusern notfallmedizinisch behandelt werden. “Aufgrund der häufig fehlenden Deklarierung der Wirkstoffe wissen die Konsumenten nicht, welchen Wirkstoff sie sich in welcher Konzentration zuführen”, warnte BKA-Präsident Jörg Ziercke. Durch die meist bunte und flippige Aufmachung und Vermarktung wirkten die Produkte vor allem auf junge Leute zudem unverfänglich.

Quelle: Yahoo

Syntetische Cannabinoide sind GIFT!

Euer HanfAktivistenTEAM

“ Will ich nicht irgendwann in Ruhe leben ? “

Es ist ein schöner Tag heute. 20cm Neuschnee, Sonne und frische Luft. Genau das was man in seinem Winterurlaub braucht und das obwohl ich schon eine Stunde Schnee weggeschaufelt habe. Aber nun habe ich endlich Zeit meine ersten Worte an euch zu richten.

Wir leben momentan in einer Zeit die für uns Kiffer nicht grade einfach ist. Frau Dykmann ist immer noch Bundesdrogenbeauftragte, München will die DHV – Werbung nicht und ansonsten war es aus meiner Sicht ein durchwachsenes Jahr. Für uns alle ist es immer noch das Gleiche : Entweder ab zum Kollegen, sich abziehen lassen und die Willkür der Streckmittelverbreiter zu spüren bekommen oder selber den Wandschrank zum glühen bringen und dabei wieder etwas für die Paranoiaprophylaxe tun.

Mhm, da mag sich doch jemand fragen warum gibt es 4 Millionen Menschen in Deutschland die Cannabis rauchen aber nur rein gefühlt 20 aktiv etwas dafür tun ?

Ich habe keine Zeit”

Ich habe kein Geld”

Ich habe keine Möglichkeiten”

Ich will doch nicht öffentlich dazu stehen zu kiffen”

Sind das wirklich die Antworten, für die wir Raucher stehen ? Ich finde nicht !

Es ist an der Zeit uns alle zu fragen : “ Will ich nicht irgendwann in Ruhe leben ? “

by Marius