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Hanf – die vergessene Zutat

Kochtipps

Hanf – die vergessene Zutat

Von M. B., ksta

Kochen mit Hanf – das ist keine Küchen-Version um high zu werden, sondern die kulinarische Wiederentdeckung einer der ältesten Kulturpflanzen. Die Autoren des Hanf-Kochbuches schlagen Rezepte mit Hanf vor.

(Foto: S. B. / Fotolia)

Kochen mit Hanf

Kochen mit Hanf macht nicht nur high. Es ist die Wiederentdeckung einer der ältesten Kulturpflanzen. (Foto: Stefan Baum / Fotolia)

“Schade, dass Hanf als Lebensmittel so in Vergessenheit geraten ist. Das Öl und die Nüsse haben nicht nur einen feinen, nussigen Geschmack, sie sind auch sehr gesund”, sagt Mayoori Buchhalter, Köchin der ksta.tv-Kochshow “Alles Bio”,

Die ältesten Zeugnisse von Hanf kommen aus China und stammen aus dem Jahr 2800 v. Chr. Hanf als Rohstoff für Pflanzenöl war auch in der deutschen Küche noch bis vor dem Zweiten Weltkrieg bekannt. Dann kam das weltweite Marihuana-Verbot, das auch den Anbau von Hanf strafbar machte. Das änderte sich in den 1990er Jahren, als der Hanfanbau in Deutschland wieder freigegeben wurde – allerdings nur von Sorten mit dem kaum messbaren Rauschmittelanteil THC. Wem der Hanf jedoch so gut schmeckt, dass er selbst die Pflanzen anbauen will, darf dies auch weiterhin nicht tun. Es gibt strenge Auflagen, unter anderem für zertifiziertes Saatgut.

Hanf hat Tradition – Nüsse und Öl sind fast Rauschstoff-frei.

Das Kochen mit Hanf am eigenen Herd ist mit Hanfnüssen und Hanföl jedoch legal. “In der Europäischen Union gibt es 41 Hanf-Sorten mit niedrigen Gehalten an dem Rauschwirkstoff. Sie haben nur einen sehr geringen Anteil von weniger als 0,2 Prozent THC und sind für Haschisch und Marihuana ungeeignet”, sagt Buchhalter. Die Zutaten sind am besten per Internet erhältlich. Online lassen sich unter anderem auch Tee, Brot, Nudeln, Müsli und sogar Schokolade mit Hanf kaufen. Die ungeschälten Nüsse kosten fünf bis zehn Euro das Kilo, geschälte Nüsse sind teurer. Ein Liter Hanföl gibt es für 25 bis 30 Euro den Liter.

Fotoline: Mit Hanf kochen [3 Bilder]

Im Brot mitgebacken sorgen die Nüsse für zusätzlichen Biss. Auch im Müsli sind sie eine gute Ergänzung. Roh schmecken sie besonders geröstet gut: In einer Pfanne unter ständigem Rühren die Nüsse vorsichtig bei mittlerer Temperatur zehn Minuten rösten und zum Schluss mit Salz oder Sojasoße ablöschen. Damit lassen sich Salate, Suppen oder Nudelgerichte verfeinern. Ebenfalls gut zum Salat passt das Hanföl mit seinem leicht nussigen Geschmack. Allerdings eignet es sich nicht zum Kochen und Braten mit hohen Temperaturen, da sonst die wertvollen Inhaltsstoffe zerstört werden – es gilt als eines der wertvollsten Speiseöle. Es enthält bis zu 90 Prozent mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die das menschliche Immun- und Herz-Kreislauf-System unterstützen. Übrigens: Nuss-Allergiker können bei Hanfnüssen zugreifen, da sie keine Allergene haben.


Quelle: http://www.rhein-sieg-anzeiger


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