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Polizei mit fragwürdigen Einsatzkonzept beim Summerjam 2010 in Köln

Polizei beim Summerjam 2010

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Warum Dieben hinterherlaufen wenn Kiffer doch sitzen bleiben!

Die Summerjam findet seit vielen Jahren am Fühlinger See in Köln statt.

Ein wunderschönes Panorama für ein Reggae Festival.

Doch es gibt beim Summerjam in Köln mehr Verbrechen durch Diebstähle und Sachbeschädigung als bei allen anderen deutschen Reggae Festivals zusammen.

Es mögen mehrere Faktoren eine Rolle spielen:

Der Fühlinger See liegt neben einem der dicht besiedelten Gegenden Kölns. In Köln gilt Chorweiler als eines der kriminellsten Gegenden welches möglicherweise auf die Plattenbauten und die mangelnde Integration zurückzuführen ist.

Das Gelände der Summerjam ist unterteilt in Camping- und Konzertbereich. Es werden um das ganze Areal einfache Bauzäune zur Absperrung gebaut und an den Zugängen sitzen Securitys. Der Zugang kann aber niemals 100% kontrolliert werden, weil die Securitys bis Donnerstag so unterbesetzt ist, dass es gerade zum abrechnen der Campinggebühren reicht.

Wenn es also eine korrekte Kontrolle gäbe, und nur die Leute auf das Campinggelände kommen würden, welche auch dazu gehören, dann hätte man das Problem schon fast im Griff.

Dann gibt es noch die “organisierten Familien”, die mit ihren Wohnwagen in der Nähe der Summerjam campen und Pfand-Flaschen sammeln. Bei dieser Gruppe gilt es aufzupassen, da die minderjährigen Kinder nicht für Verbrechen haften müssen, werden die Kinder oft zum klauen losgeschickt, während die Eltern Pfandflaschen sammeln.

Trotz dieser Zustände, die seit Jahren die Selben sind, hatte die Polizei Köln nichts anderes zu tun, als über den Zeltplatz zu gehen und für jeden Joint den die sahen Anzeige zu erstatten.

Die Polizei hatte sich dieses Jahr anscheinend einen gewissen Bereich ausgewählt in dem sie patrouillierten, denn dort wo keine Polizei an den Zelten war wurde jedes zweite Zelt nach Wertsachen durchwühlt. Nach Augenzeugenberichten wurde der Bereich zwischen P2 und P3 systematisch nach Cannabis abgesucht. So stationierten sich die Polizeitrupps am Weg und schickten Zivilpolizisten vor, welche dann die Hundertschaften informierte, die dann zuschlugen.

In dem hier geschilderten Fall saßen 3 Personen in ihrem Pavillon und ein Polizeitrupp umstellte sie. Wie ein Junkie hing dann der Oberkommandant an der brennenden Tüte und fragte was das ist. Nur sehr schwer konnte die Gruppe sich beherrschen, denn die Frage an einen Polizisten ob “er mal ziehen wolle oder es sonst schön wäre wenn er verschwinden würde”, lag schon auf den Lippen. Sie sagten 30 min lang nichts, wünschten den Beamten einen schönen Tag und lachten sich den Rest der Summerjam über diese Blödheit kaputt.

Trotz dieser Strapazen, war die Gruppe sehr gut mit dieser Situation umgegangen und war sogar trotz dem verlorenen Jointstummel noch in Party Laune.

Anders hingegen bei anderen Camps:

Hierbei muss ich sagen, dass jedes Camp in meiner Nachbarschaft wegen Joints Anzeigen bekommen hatte, jedoch einstimmig im Chor „Ich Verweigere die Aussage“ gebrüllt wurde und somit nicht mehr als Briefe und Papierkram produziert worden sind. Mit fast traumatischen Eindrücken berichteten mir andere, wie sie von der Polizei in ihrem Zelt unter Druck gesetzt wurden um andere Personen zu verraten. So wurde in dem Protokoll, welches alle ausfüllen mussten, gefragt, wo man gekauft hat, wer noch kifft in seiner Umgebung etc.. Sozusagen die Beschaffung von beweisen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es für die Gruppe von 18-25 jährigen viel schwerer ist, bei einer Kontrolle, als für ältere Leute. Alle, sogar die Senioren wurden angezeigt, nur lachen die über Sachen, die anderen schlaflose Nächte bereiten.

So führte diese Einschüchterungstaktik der Polizei zu viel Hass und Unverständnis bei den Festivalbesuchern.

Dass der Veranstalter und die Polizei zusammenarbeiten ist ganz normal. Aber es gibt einen Unterschied zwischen guter und schlechter Zusammenarbeit.

Bei der Summerjam kontrollieren Securitys des Veranstalters jeden nach Cannabis. Nicht nach Waffen, Sprengstoff oder nach Dieben wird gesucht. Nein, sie suchten ausschließlich nach Cannabis.

So schickt der Veranstalter sozusagen jeden „der so blöd war und sich hat erwischen lassen“, direkt in die Arme der Polizei, welche dann übernehmen.

Das war dieses Jahr die einzige Form der Zusammenarbeit zwischen Polizei und Veranstalter welche funktioniert hat. Aber zu welchem Preis?

Würdest du als Elternteil dein Kind anzeigen, wenn es eine Tüte raucht?

Das Diebstähle von der Polizei aufgenommen wurden und jedem auch so gut wie möglich geholfen wurde, was ja das Mindeste ist, hat auch funktioniert. Nur ist die Zahl der Diebstähle stark in die Höhe gestiegen und dass hätte schon am Freitag den Oberbefehlshaber der Polizeitruppen in Köln auffallen müssen.

Der klare Vorwurf muss also lauten:  Warum verfolgt ihr nicht erstmal Vergehen, welche ein höheres Strafmaß haben, bevor ihr hier unnützen Papierkram macht? Denn 90% der Verfahren die bei der Summerjam gestellt wurden, wurden eingestellt. (die 10% sind vermutlich Anzeigen von bayrischen Summerjam Besuchern)

Das es anders geht beweist der Veranstalter beim Ruhr Reggae Summer.

Dort waren keine 60 Mannschaftswagen mit Schilden/Helmen/Schlagstöcken beladen und keine einschüchternden Polizisten auf dem Festival und Camping Gelände. Denn die Security hat die Sicherheit zu gewährleisten und somit wäre jeder Polizist reine Steuerverschwendung. Über den Eintrittspreis von 100€ bei der Summerjam ist es nicht möglich für Sicherheit zu sorgen? Oder muss das Kuchenstück des Geldes für Contours einfach immer größer werden und die Gewinnmaximierung verhindert Sicherheit von Leib und Leben?

Somit ist dem Veranstalter das Geld wichtiger als das Leben der Festival Besucher und überlässt dem Staat bzw. der Stadt Köln (CDU) die Verantwortung und die Gewährleistung der Sicherheit.


Denn selbst die Karnevalsgruppe aus Köln “Brings” grölten ganz laut…
“Mach uns die Tüte an” in ihrem Lied ” Ne, wat wor dat denn früher ne superjeile Zick”

Scheinheiligkeit sondergleichen muss man dem Veranstaltern, Contours und der Polizei (Welche dieses Jahr verstärkt gegen Diebstähle vorgehen wollten) vorwerfen!

Gegen diese Einschüchterungstaktik der Polizei haben wir eine Unterschriften-Aktion gemacht welche zu einem Schild führte „Das anti Poli-Heli Schild“



Denn der Helikopter welcher pausenlos über den Köpfen flog, war wirklich unnötig und wurde ganz klar zum Einschüchtern der jüngeren Festivalbesucher genutzt.


grünegrüße,

Euer Selassikai

vom

HanfAktivisten Team

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