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Streckmittel Geo-Analyse

Geographische Analyse

der Streckmittelmeldungen des DHV

Seit Mai 2009 sammelt der Deutsche Hanf Verband auf seine Website Meldungen von Streckmitteln in Marihuana und Haschisch. Bisher kamen mehr als 1.300 Berichte aus der ganzen Bundesrepublik, aber auch aus der Schweiz, ├ľsterreich, Tschechien und den Niederlande zusammen. Nun haben wir alle bisher eingegangenen Meldungen f├╝r Deutschland nach ihrer Herkunft geordnet und dies in einer Graphik dargestellt.

streckmittel_nach_plz_02122010

Die Grafik erfasst alle Streckmittelmeldungen, die den DHV mit einer deutschen Postleitzahl zwischen dem 21.05.2009 und dem 02.12.2010 erreichten. Dies waren insgesamt 1.230 St├╝ck aus quasi allen Postleitregionen Deutschlands. Um die unterschiedlichen Einwohnerzahlen pro Region auszugleichen, wurde die Anzahl der Meldungen auf die durchschnittliche Einwohnerzahl pro Postleitzone normiert. Vergr├Â├čert dargestellt sind die Regionen Hamburg 20 und Berlin 10. Die Postleitregion 11 wird von Bundesinstitutionen genutzt und wurde deswegen bei Berlin mit eingezeichnet. (Die Graphik steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported ebenso wie das Ursprungsbild von Stefan K├╝hn. Erstellt wurde die Graphik mit dem Programm ImageMagick und einem selbst erstellten Perlskript.)

Der verantwortliche wissenschaftliche Mitarbeiter beim DHV, Maximilian Plenert erkl├Ąrt hierzu:

“Durch die geographische Analyse der Streckmittelmeldungen wird erstmals das ganze Ausma├č des Streckmittel-Ph├Ąnomens deutlich: Kaum eine Region Deutschlands ist nicht betroffen! Die Berichte aus den Regionen Ruhrpott, Hessen, Mannheim, Stuttgart, Hamburg, Berlin, M├╝nchen und Dresden, dass dort mehrheitlich bis fast ausschlie├člich gestrecktes Gras angeboten wird, werden durch unsere Analyse weitestgehend best├Ątigt.

Die H├Ąufung von Streckmittelmeldungen an der Grenze zu den Niederlanden legt nahe, dass ein gro├čer Teil des gestreckten Marihuanas von dort importiert wurde. Auch erreichten uns Meldungen von gestrecktem Cannabis, das in niederl├Ąndischen Coffeeshops gekauft wurde. Erfreulich anzumerken ist, dass an der Grenze zu Tschechien kaum Streckmittel-Meldungen vorliegen.

Bei 2/3 der Meldungen wurde Brix als Streckmittel genannt, hierzu kommen Sand, Haarspray und Zucker als verbreitete Streckmittel. Schimmel, D├╝ngerr├╝ckst├Ąnde sowie Pflanzenschutzmittel runden die Ekelpalette ab. All diese Verunreinigungen machen Cannabis gesundheitssch├Ądlicher als es im nat├╝rlichen Zustand ist. Meist handelt es sich bei der Zuordnung der Streckmittel um Vermutungen, begr├╝ndet z.B. durch ein ungew├Âhnliches Abbrandverhalten, Auff├Ąlligkeiten bei der Asche, Wirkung und Nebenwirkungen. W├Ąhrend einige Streckmittel optisch oder durch typisches Abbrandverhalten der Joints einigerma├čen klar identifizierbar sind, gibt es doch Unmengen an Meldungen praktisch unbekannter Verunreinigung. Der Deutsche Hanf Verband fordert deswegen schon seit Jahren Analysen von beschlagnahmtem Cannabis durch ├Âffentliche Stellen sowie die M├Âglichkeit f├╝r Privatpersonen, Cannabis auf seinen Wirkstoffgehalt sowie Verunreinigungen ├╝berpr├╝fen zu lassen.

Frau Dyckmans kann nun nicht mehr weiter behaupten die Angaben des Deutschen Hanfverbandes seien “wenig konkret”. 1,400 Meldungen insgesamt und kaum eine Region ohne Meldung – Frau Dyckmans, nehmen Sie Ihren Auftrag, Gesundheitsgefahren von den B├╝rgern dieses Landes abzuwenden, endlich ernst!”


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Bleigras Opferbericht>

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