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Cannabis & Küche

Legaler Hanfgenuss in der Küche

CannabisBei Hanf denkt jeder an den verbotenen Genuss als Rauschdroge. Hanf ist aber seit langer Zeit eine genutzte Kulturpflanze. Und der legale Genuss von Hanföl und Hanfsamen ist aus gesundheitlicher Sicht zu empfehlen.

Hanfgenuss ohne Rauschwirkung
Aus den heute angebotenen Hanfsorten wurde der berauschende Inhaltsstoff des Hanfes, das Tetrahydrocannabinol weitestgehend herausgezüchtet.

Man braucht also keine Angst zu haben, dass man von einem Salat mit Hanföl “high” wird.

Gesunde Hanfsamen
Die Hanfsamen gehören zu den ernährungsphysiologisch hochwertigsten Ölfrüchten. Der Hanfsamen ist eigentlich ein Nüsschen, das von einer glasigen Fruchtschale umgeben ist.

Die Hanfsamen sind sehr klein, 1000 Körner wiegen nur 15 bis 22 Gramm. Im Unterschied dazu: 1.000 Sonnenblumenkerne wiegen fast sechs mal soviel.

Hanf für Widerstandskraft
Im Iran trägt der Hanf den Namen “Schah Daud” – König der Körner – und das zu Recht. Im Mittelalter aßen die Bauern Hanfbutter und hatten dadurch eine höhere Widerstandskraft gegen Seuchen als der Adel, der den Hanf als Nahrungsmittel des einfachen Volks ablehnte.

Hanfmehl ist glutenfrei

Hanfsamen können auch zu Hanfmehl gemahlen werden. Da es kein Klebereiweiß enthält und dadurch glutenfrei ist, muss es aber zu 50 Prozent mit einem normalen Mehl gemischt werden, da es sonst nicht backfähig ist.
Gesundes Öl aus Hanfsamen

Die Zusammensetzung des Hanföles ist wissenschaftlich gut erforscht. Einer deutschen Studie zufolge besteht das Fettsäurespektrum von Hanföl zu 70 bis 80 Prozent aus Linol- und Linolensäure.

Diese sogenannten essentiellen Fettsäuren sind für verschiedene Stoffwechselprozesse im menschlichen Körper unentbehrlich.

Gut für den Körper
Hanföl enthält 9 bis 11 Prozent gesättigte Fettsäuren, 54 bis 70 Prozent zweifach ungesättigte Linolsäure, 0,5 bis 17 Prozent dreifach ungesättigte Linolensäure, die vor allem aus Alpha- Linolensäure und Gamma- Linolensäure besteht.

Daher weist das Hanföl einen hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren auf, deren wichtigster Vertreter die Alpha-Linolensäure ist und die sonst hauptsächlich in fetten Meeresfrüchten zu finden ist.

Wichtige Rolle
Die Omega-3-Fettsäuren werden im Körper zu sogenannten Eikosanoiden umgebaut, die Entzündungsreaktionen verhindern und die Verklumpung der Blutplättchen hemmen.

Sie senken also die Thrombosegefahr und spielen auch bei der Immunabwehr und für die Gehirnfunktion eine wichtige Rolle.

Hanföl, rundum gesund
Ernährungswissenschaftler sind der Meinung, dass kein anderes Öl medizinisch und kulinarisch so optimal ist, wie das Hanföl.

Das Hanföl ist kein sehr “fettes” Öl, wenn man es als Salatöl verwenden will, fehlt daher das gewohnte Ölgefühl.

Hanföl ist besser als Fisch

Das hochwertige Hanföl wird aus den Hanfsamen gepresst. Es enthält 80 bis 90 Prozent ungesättigte, lebensnotwendige Fettsäuren. Zum Vergleich: Olivenöl enthält nur ca. 12 Prozent, Rapsöl 35 Prozent und Maiskeimöl 53 Prozent ungesättigte Fettsäuren.

Die mehrfach-ungesättigten Fettsäuren im Hanföl wirken Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck entgegen.

Alternative zu Fisch

Dabei handelt es sich um Linolsäure (Omega-6) und Alpha-Linolensäure (Omega-3). Um den Bedarf an Omega-3-Fettsäuren zu decken, braucht man nur einen Esslöffel Hanföl (oder 30 bis 40 Gramm Hanfsamen) pro Tag.

Drei Esslöffel Hanföl enthalten so viel Omega-3-Fettsäuren, wie man sonst mit drei fettreichen Fischmahlzeiten mit 100 Gramm pro Woche zu sich nehmen würde. Allerdings stellt die Überfischung der Meere ein ökologisches Problem dar. Zudem sind die Meere mit Schwermetallen belastet. Viele Aufzuchtfirmen setzen hingegen Antibiotika ein, was den gesundheitlichen Effekt von fettreichen Fischen – die bei uns alle nicht heimisch sind – erheblich mindert.

Hochwertiges Eiweiß
Die Inhaltsstoffe der Hanfsamen lassen Ernährungsphysiologen ins Schwärmen kommen. Sie haben einen hohen Eiweißgehalt von 22 Prozent und übertreffen damit Soja.

Vor allem enthält dieses Eiweiß alle acht essentiellen Aminosäuren, weshalb Hanfsamen hochwertige Eiweißspender sind.

Fettsäuren, Mineralstoffe, Vitamine
Übrigens mit 300 Gramm Hanfsamen werden etwa 60 bis 70 Gramm Eiweiß aufgenommen. Der Fettgehalt der Hanfsamen beträgt zirka 30 Prozent und setzt sich hauptsächlich aus den für die Gesundheit so wichtigen mehrfach ungesättigten Fettsäuren zusammen.

Hanfsamen haben auch einen hohen Gehalt an Mineralstoffen wie Kalzium, Magnesium, Kalium, Eisen, Phosphor und Schwefel, daneben Vitamine der B-Gruppe, Vitamin A, D und E. Der Kohlehydrat Anteil liegt bei 35 Prozent.

Schmackhafte Nüsschen
Hanfsamen kann man rösten. Früher schrieb man: “In der Tat schmeckt auch der geröstete und gestampfte Hanf mit etwas Salz, gleich nach dem Mohn, vor allen anderen Ölfrüchten so gut, dass selbst der adelige Einwohner — welcher fast durchgängig an eine sehr reichlich besetzte Tafel gewöhnt ist, ihn oft auf der Jagd oder Reise zu versuchen Appetit bekommt.”

Hanfsamen kann man zum Verfeinern von Aufstrichen und Salaten verwenden. Man kann sie in Gemüseleibchen verkochen oder sogar im Kuchen mit backen lassen.

Pestizidfrei

Im Gegensatz zu Nachtkerze oder Borretsch, die ebenfalls viel Omega-3 enthalten, wird Hanf normalerweise ohne Pflanzenschutzmittel angebaut. “Man braucht sowohl beim biologischen als auch beim herkömmlichen Anbau keine Pestizide, weil die Pflanze so schnell wächst”, so Denner.  Der Verzicht auf Spritzmittel tut der Umwelt und auch uns Menschen gut. “Auch Leinöl hat sehr viele Omega-3-Fettsäuren, schmeckt aber im Gegensatz zu Hanföl sehr  bitter.”

Lagerung und Verwendung

Hanföl enthält viel Vitamin E, das als natürliches Antioxidans wirkt und das Öl länger haltbar macht. Das Öl sollte kühl und dunkel gelagert werden und ist nicht wirklich zum Kochen geeignet. Man kann es aber über den Salat geben oder in einen Aufstrich rühren.

Salat als “Therapeutikum”
Daher sollte man es mit hochwertigem Olivenöl vermischen (7 Teile Olivenöl und 3 Teile Hanföl), was sich auch medizinisch optimal auswirken kann, da das Olivenöl viele Polyphenole enthält, die gefäß- und zellschützend wirken.

In dieser Kombination könnte der Salat zu einem “Therapeutikum” für Menschen mit entzündlichen, rheumatoiden Erkrankungen, Neurodermitis, Diabetikern und Herz- und Gefäßerkrankungen werden.

Man braucht also keine Angst zu haben, dass man von einem Salat mit Hanföl “high” wird.

[Quelle: burgenland.orf.at]

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