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Cannabis & Mischkonsum

Drogenkonsum ist grundsätzlich mit Risiken verbunden!

drogen-mischkonsumWer sich trotzdem entscheidet Drogen zu konsumieren, sollte sich unbedingt vorher über die Wirkung und die Gefahren informieren – denn beim Konsum von Drogen kommt es manchmal auch zu einem Mischkonsum mit anderen psychotropen Substanzen. Nicht immer sind diese Vermischungen gefahrlos.

Einzelne Substanzen wechselwirken verschieden stark mit anderen, weshalb es sehr wichtig ist, zuerst die einzelnen Substanzen in ihrer Wirkung kennenzulernen. Erst danach ist man in der Lage, die verschiedenen Wechselwirkungen mit anderen Stoffen abschätzen zu können, und Risiken zu vermeiden. (siehe auch:Safer-Use und Harm Reduction)

Beachte:

Grundsätzlich sollte man den Wirkungseintritt der einen Substanz abwarten, bevor man die nächste konsumiert. Danach kann man immer noch in Ruhe darüber nachdenken, ob es wirklich nötig ist noch etwas nachzulegen.

Wenn du Medikamente nimmst, dann informiere dich vorher über mögliche riskante Wechselwirkungen mit Drogen. Sprich mit deinem Arzt.

Wenn du mit Freunden unterwegs bist, dann informiere die Anderen über deinen Mischkonsum. So kann – falls es zu Komplikationen kommt – ein gerufener Arzt schneller reagieren.

Hier sollen nur einige der gängigsten Mischkonsumformen aufgezeigt werden.

Was ist Mischkonsum?

Die Kombination von zwei oder mehreren Substanzen birgt erhebliche Risiken für den Drogengebraucher. Trotzdem kommt es immer wieder zu Situationen in denen Einzelne mehrere Substanzen miteinander kombinieren.

Dies ist zum Beispiel beim sog. “Runterkommen” von extrem aufputschenden Substanzen wieSpeed oderXTC (MDMA) der Fall. Gerne wird gekifft, wenn die Substanzwirkung nachlässt. So wird das “Runterkommen” als angenehmer empfunden.

Manchmal versucht man auch mit MDMA der Wirkung von LSD entgegen zu kommen. Hier wiederum wird der Wirkungseintritt des LSD als angenehmer empfunden, da das einige Stunden vorher genommene MDMA “auflockert”.

Die Kombination von zwei oder mehr psychedelischer Substanzen wieLSD undPsilocybin (Pilze)Kreuztoleranz“. Das bedeutet, die aktuelle Wirkung kann von der danach konsumierten Substanz kaum beeinflusst werden. Dieses Phänomen ist eine absolute Ausnahme, und betrifft ausschließlich die genannten Stoffgruppe. In der Regel verstäken sich nämlich Substanzen mit ähnlichen Eigenschaften. hat fast keine Wirkung. Es besteht eine sog. “

Manchmal mischt man auch Substanzen die Antagonisten (Gegenspieler) sind. Für Einige liegt gerade in der gegensätzlichen Wirkung der besondere Reiz (wie zum Beispiel beim Speed und Haschisch).

Mischt man Substanzen mit ganz ähnlichen Eigenschaften miteinander – wieGHB undAlkoholpotenzieren (verstärken) sich diese Stoffe gegenseitig, sodass es zu lebensgefährlichen Situationen (Koma, Atemstillstand) kommen kann.

Das bedeutet, Mischkonsum ist unter bestimmten Umständen sehr gefährlich. Lass es am besten ganz sein, oder informiere dich wenigstens vorher genau über die einzelnen Substanzen, deren Dosis und Wirkung.

Mischkonsum: Besonders riskante Kombinationen

Cannabis (Haschisch) und Aklohol:
Keine gute Idee! Aber warscheinlich eine der beliebtesten Kombinationen überhaupt. Diese Substanzen verstärken sich gegenseitig. So kommt es zu Schwindel, Übelkeit, Erbrechen bis hin zum Kreislaufkollaps. Außerdem kann es zu einer starken Belastung des Herz-Kreislaufsystems kommen.

Ecstasy und Speed bzw. Methamphetamin:
Auch keine gute Idee. Das Speed macht die MDMA-Wirkung kaputt. Der Rausch wird dann weniger emotional und insgesamt kälter. Kopfkino, Paranoia. Es kann zu Überdosierungen kommen. Ebenso ist die Warscheinlichkeit für Gehirnschäden größer. Das Stimmungstief nach der Substanzwirkung ist größer und dauert länger.

Ecstasy und Viagra:
Vorsicht: Viagra hat eine extrem verstärkende Wirkung bei Ecstasykonsum (MDMA ). Das heißt, es muss wesentlich geringer Dosiert werden. Es kann zu einer starken Belastung des Herz-Kreislaufsystems kommen.

Ecstasy und Antidepressiva, MAO-Hemmer:
Diese Kombination erhöht extrem die Serotoninkonzentration in deinem Gehirn. Es kann zu Krampfanfällen (epileptische Anfälle) und zum Kreislaufkollaps kommen.

Was sind MAO-Hemmer?

MAO-Hemmer hemmen die Wirkung eines bestimmten Enzyms, welches für den Eiweißabbau im Körper notwendig ist. Wirkstoffe, die normalerweise von MAO abgebaut würden (zum Beispiel: Alkohol, Ecstasy, aber auch einige Milch- und Käseprodukte), können bei MAO-Hemmung sehr giftig auf den Körper wirken.

Ecstasy und LSD (Psilocybin):
Auch eine weit verbreitete Kombination. Auch hier erhöht sich der Serotoninspiegel im Gehirn sehr stark. Es kann zu starken Halluzinationen kommen. Die Körpertemperatur steigt – Gefahr eines Kollaps.

Ecstasy und m-CPP:
Diese Wirkungen sind noch nicht erforscht! Beim Mischkonsum kann m-CPP Übelkeit, starke Kopfschmerzen und Depressionen auslösen. (siehe auch: Research Chemicals)

Was ist mCPP?

mCPP gehört zu der Gruppe der Piperazine, die Wirkung von mCPP ist ähnlich der von MDMA, wobei neben der vergleichsweise schwachen psychoaktiven Wirkung, wie Glücksgefühlen und optischen Veränderungen beim Konsum von mCPP sehr häufig unangenehme Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Nierenschmerzen, Nervosität, Schweratmigkeit, Müdigkeit, und mehrere Tage anhaltender „hangover” auftreten. Im Zusammenhang mit dem gleichzeitigen Konsum von MDMA kann es zu Krampfanfällen kommen!

Kokain und Speed (Amphetamine):
Diese Kombination schlägt gehörig auf den Kopf. Das Speed macht die Kokainwirkung kälter und rationalisiert die Gesamtsituation auf anstrengende Art und Weise: Kopfkino (“filme fahren”) und Paranoia bis hin zum Verfolgungswahn. Die Dopaminkonzentration im Gehirn erhöht sich sehr stark. Es kann zu extremen Belastungen des Herz-Kreislaufsystems kommen. Das Stimmungstief nach der Substanzwirkung ist größer und dauert länger.

Kokain und Alkohol:
Die Wirkung des Alkohol wird nicht wirklich wahrgenommen. Man hat das Gefühl mehr trinken zu können, was natürlich nicht stimmt. So kommt es oft zur Selbstüberschätzung. Gefahr von Alkoholvergiftung, Koma und Atemstillstand.

Kokain und Heroin:
Ein Beispiel für die Kombination von sogenannten Antagonisten (Gegenspieler), und gleichzeitig eine sehr gefährliche Mischung. Es kann zu Überdosierungen kommen. Gefahr eines Atemstillstandes, Herzversagen.

GHB und Alkohol:
Eine sehr gefährliche Kombination! Diese Substanzen verstärken sich gegenseitig. Es kann zu komatösen Zuständen führen, zu Ohnmachtsanfällen. Außerdem besteht eine erhöhte Gefahr des Atemstillstandes.

GHB und Ketamin:
Beide Substanzen werden als Narkosemittel eingesetzt und sedieren (beruhigen) sehr stark. Das bedeutet, dass ein Mischkonsum lebensgefährlich ist! Es besteht die Gefahr eines Atemstillstandes.

Heroin (Opiate) und Alkohol:
Gar keine gute Idee! Diese Substanzen verstärken sich gegenseitig. Es kann zu komatischen Zuständen führen, zu Ohnmachtsanfällen. Außerdem besteht eine erhöhte Gefahr des Atemstillstandes.

Heroin und Benzodiazepam:
Diese Substanzen verstärken sich gegenseitig. Es kann zu komatischen Zuständen führen, zu Ohnmachtsanfällen. Außerdem besteht eine erhöhte Gefahr des Atemstillstandes.

Heroin und Ketamin:
Diese Substanzen verstärken sich gegenseitig. Es kann zu komatischen Zuständen führen, zu Ohnmachtsanfällen. Außerdem besteht eine erhöhte Gefahr des Atemstillstandes.

Heroin und GHB:
Diese Substanzen verstärken sich gegenseitig. Es kann zu komatischen Zuständen führen, zu Ohnmachtsanfällen. Außerdem besteht eine erhöhte Gefahr des Atemstillstandes.

Weiterführende Informationen

(siehe auch: Harm Reduction – Strategien der Gesundheitsförderung und Aufklärung)
(siehe auch:Drogenkonsum und HIV-Medikamente)

Wir wollen mit diesem Beitrag niemanden zum Konsum von Drogen animieren, sondern über Wirkungen und Risiken informieren. Die AutorInnen können keinerlei Verantwortung für eventuelle Konsequenzen übernehmen, die sich aus dem Gebrauch dieser Informationen ergeben!

Mit freundlicher Unterstützung von www.drogen-info-berlin.de entnommen


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