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Cannabis & Schwangerschaft

Drogenkonsum in der Schwangerschaft – was tun?

drogen und SchwangerschaftViele Frauen und Mädchen, die gewollt oder auch ungewollt schwanger werden und Drogen konsumieren, stellen sich früher oder später die Frage, ob der Drogenkonsum dem Kind schaden kann, oder vielleicht schon geschadet hat.

Oft kommt es auch vor, dass andere zu einem Schwangerschaftsabbruch raten, weil sie der Meinung sind, wer Drogen nimmt, solle keine Kinder haben.

Richtig ist, dass Drogenkonsum in der Schwangerschaft die Gesundheit des Kindes gefährdet. Der Konsum von Drogen führt aber nicht zwangsläufig zu Schädigungen des Ungeborenen. Drogenkonsum ist daher auch kein medizinischer Grund, eine Schwangerschaft abzubrechen.

Wenn du nur ab und zu Alkohol getrunken oder Psychopharmaka genommen hast, hörst du am besten sofort damit auf. Auch das Rauchen solltest du möglichst sofort einstellen, oder deutlich reduzieren.

Anders ist es, wenn du regelmäßig Drogen, wieAlkohol oder illegale Substanzen, wieHeroin, Kokain oder Schlaftabletten, wieDiazepam genommen hast. Dann nämlich kann es sein, dass du körperlich abhängig bist und mit Entzugserscheinungen und Krampfanfällen zu rechnen hast. Das kann zu Schwangerschaftskomplikationen und zu einer Fehlgeburt führen.

Setze diese Drogen also auf keinen Fall selber ab, sondern lass dich in jedem Fall ärztlich beraten.

Vielleicht ist die Schwangerschaft genau der richtige Zeitpunkt, um dich von den Drogen zu verabschieden. Wenn du es nicht schaffst, weil dir in dieser Phase des Lebens leicht alles schnell über den Kopf wachsen kann und du überfordert bist, solltest du dich für eine Substitution entscheiden.

Wie komme ich an eine Substitution?

Zunächst sei gesagt: Eine sogenannte Substitution kommt nur bei schwerer körperlicher Abhängigkeit in Frage. Diese ist zum Beispiel bei regelmäßigem Heroinkonsum oder Benzodiazepin-Missbrauch gegeben.

Als Schwangere kommt man in der Regel rasch und problemlos an eine Substitutionsbehandlung. Die Drogenberatungsstelle kann dir in diesem Fall schnell weiterhelfen.

Bei deinen ersten Gesprächen mit dem Arzt solltest du dich genau aufklären lassen, wann du wie an dein Medikament kommst, wo du es abholen kannst und ob du die Möglichkeit hast, es am Wochenende zu bekommen.

Opiate werden in der Regel mit Methadon oder mit Subutex (Buprenorphin) substituiert. Methadon ist eine Flüssigkeit, die in der Apotheke zubereitet wird und die du – vermischt mit Saft – trinken kannst.

Subutex ist eine Tablette. Sie wird sublingual verabreicht. Das heißt, du legst sie unter die Zunge, wo sie langsam aufgelöst wird. Das ist wichtig, denn der Wirkstoff wird über die Schleimhäute im Mund aufgenommen und nicht im Magen.

Bei drogenabhängigen Frauen ist grundsätzlich jede Schwangerschaft eine Risikoschwangerschaft. Das heißt, dass du medizinisch besonders betreut werden musst.

Das geht allerdings nur, wenn du deinen Frauenarzt oder -ärztin über deinen Drogenkonsum informierst. Nur so können Risiken frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Keine Angst: Ärzte unterliegen der Schweigepflicht.

Cannabiskonsum (Haschisch) in der Schwangerschaft:

Es gibt keine verlässlichen Studien, die eine Schädigung des ungeborenen Kindes bei einer Mutter die Haschisch konsumiert, belegen würden. Trotzdem solltest du in jedem Fall den Konsum von Haschisch wärend der Schwangerschaft einstellen. Ist doch eigentlich klar – oder?

Unterstützung in der Schwangerschaft

Wie jede Frau kannst du dich schon in der Schwangerschaft von einer Hebamme unterstützen lassen. Die Kosten dafür übernimmt die Krankenkasse.

Die Hebamme beantwortet deine Fragen rund um die Schwangerschaft und die Geburt, hilft dir auch bei der Suche nach einer Entbindungsklinik, in der man dich und dein Kind gut versorgen kann.

Wenn dein Baby nach Hause entlassen wird, hilft dir die Hebamme bei seiner Eingewöhnung und gibt dir Tips auch für die Ernährung.

In Beratungsstellen für Schwangere gibt es in der Regel Hebammenlisten
Hebammen im Netz:www.hebammen.de

Klinkien, die drogenkonsumierende Mütter fachgerecht entbinden:

Klinik für Geburtsmedizin
Infektionsambulanz
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin

auf dem Gelände Mittelallee 9
EG, Bereich Schwangerenberatung

Tel: 030/450564112
Fax: 030/450564927
e-mail: infektionsambulanz@charite.de
Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 8:30 – 14:00 Uhr nach Terminabsprache.

Mit freundlicher Unterstützung von www.drogen-info-berlin.de entnommen


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